Eselgeschichte nach Watzlawik

Paul Watzlawick greift in seinem Buch “Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns” ein griffiges Beispiel auf, um unsere Perspektive auf Wahrnehmung gekonnt herauszufordern:

Dies ist die Geschichte von einem Vater, der mit seinem kleinen Sohn an einem sehr heißen Tag auf einer staubigen Landstraße unterwegs ist. Der Vater führt den Esel, auf dem der Kleine reitet. Es kommt ihnen eine Gruppe von Menschen entgegen, und der Vater hört ihr Gespräch. „Schaut euch mal das an! Der Vater geht zu Fuß, und der Bub sitzt auf dem Esel. Wie der Vater diesen Kerl verwöhnt! Was soll denn aus dem mal werden?“

Als der Vater das hört, nimmt er den Sohn vom Esel herunter, steigt selbst auf, und sie gehen weiter. Da kommt wieder eine Gruppe daher, die sagt: „Schaut euch bloß mal das an. Er reitet, und der Kleine muß an einem solch heißen Tag zu Fuß gehen. Hat er kein Mitleid mit dem Kind?“

Darauf holt der Vater den Sohn  zu sich auf den Esel. Nach einiger Zeit kommt ihnen eine dritte Gruppe entgegen, die spricht: „Zu zweit reiten sie auf dem armen Tier. Haben sie den kein Herz?“ Darauf steigt der Vater ab, nimmt den Jungen vom Esel und beide beginnen, den Esel zu tragen. Es kommt eine weiter Gruppe aus der Gegenrichtung und…

Blogadmin, Zukunftsforscher und praktischer Tranfsformationsagent bei Kiezbett. Mehr über den Blogansatz unter dem Menüpunkt Philosophie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top